79.Panzergrenadierregiment

Spiele => Spiele - Allgemein => Thema gestartet von: Arparso am 22. Februar 2007, 17:57:59

Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Arparso am 22. Februar 2007, 17:57:59
Heute um 21:45 strahlt die ARD die Sendung "Morden und Foltern als Freizeitspaß - Killerspiele im Internet" aus... das klingt schon jetzt nach guter Unterhaltung:

Zitat
"Sie heißen 'Final Fantasy', 'Der Pate' oder 'Call of Duty'. Ihr Ziel ist immer gleich: Menschen jagen, foltern, töten. Die Jäger sitzen vor dem Bildschirm, ihre Waffe ist der Joy-Stick."


Quelle (http://gameswelt.de/pc/news/topnews_detail.php?item_id=63028)
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Cob am 22. Februar 2007, 18:23:43
Juhu! Da müssen wir das Training gleich mal ne 1/4 Stunde eher beenden...
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Arparso am 22. Februar 2007, 18:56:07
Oder einer kanns aufnehmen und dann zur allgemeinen Belustigung auf'n Webspace laden, z.B. den, auf dem unsere HP liegt ;)
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Egrimm van Horstmann am 22. Februar 2007, 19:18:31
Nehmt mal den Schwachsinn auf und bannt ihn auf den Webspace, denn gucken kann ich ihn nicht, da kommt CSI. Wieder tote Menschen sehen  :devil:
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Cob am 22. Februar 2007, 19:41:04
Das Ding findest du bestimmt am nächsten Tag bei youtube und Konsorten...
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Cob am 22. Februar 2007, 23:10:11
Habs aufgenommen. Rein populistisch, wie immer...
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Cob am 23. Februar 2007, 10:56:49
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2007/t_cid-3710940_mid-3718402_typ-realhigh_loc-int.html
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Stahl am 23. Februar 2007, 11:10:41
:rofl:

oki, ich bin ein potentieller amoklaeufer, der "killerspiele" spielt, gewalt verharmlost und gewalt gegen andere, in viruteller form, anwendet...
und ich verharmlose den 2. weltkrieg in dem ich mir sorgen darueber mache wie ich den feind am brutalsten umbringe...
super recherchiert !

bin ich jetz abnormal wenn ich diese punkte wegwische und das als e-sports sehe ? :D
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: EdelAssi am 23. Februar 2007, 11:27:26
Zitat
Original von Stahl
:rofl:

oki, ich bin ein potentieller amoklaeufer, der "killerspiele" spielt, gewalt verharmlost und gewalt gegen andere, in viruteller form, anwendet...
und ich verharmlose den 2. weltkrieg in dem ich mir sorgen darueber mache wie ich den feind am brutalsten umbringe...
super recherchiert !

bin ich jetz abnormal wenn ich diese punkte wegwische und das als e-sports sehe ? :D


Da kann ich mich ja getrost auch dazu fühlen :devil:  :devil:  :devil:
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: McClane am 23. Februar 2007, 11:59:33
Zitat
Original von Cob
Habs aufgenommen. Rein populistisch, wie immer...


Warum erinnert mich das jetzt an "Deutsche, kauft nicht beim Juden?"

Achja, bin ja hobbymäßiger Geschichtsverharmloser und angehender Amokläufer. Wie dumm von mir.
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Arparso am 23. Februar 2007, 12:19:28
Ich schlage vor, dass beim nächsten Real-Life-Treffen jeder mit adequater Bewaffnung erscheint und wir einen gemeinsamen Amoklauf in der Innenstadt veranstalten, während wir Holocaust-verleugnende Parolen schmettern, ums besser ins Täterprofil zu passen. :rolleyes:

...

Das ist nur ein WITZ, liebe Bundeskriminalbeamte! (Muss man heutzutage ja dazusagen, wenn man nicht gleich verdächtigt werden will)

...

Zugegeben, auch mir missfällt die allgemeine Tendenz zu möglichst brutalen, gewaltätigen Spielprinzipien, in denen ein Menschenleben keinen Wert hat. Auch "Day of Defeat: Source" rechne ich dazu. Gewalt und Sex verkauft sich eben am besten, aber warum ist das eigentlich so? Und genau diese Frage möchte ich geklärt und beachtet haben und nicht irgendeine bescheuerte Initiative, die eigentlich nur staatliche Zensur fördert, Wirtschaftsschäden anrichtet und Millionen von unschuldigen Menschen (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) mit einem Schlag kriminalisiert und ganz nebenbei noch die elterliche Verantwortung komplett ignoriert und umgeht... DAS - meine Damen und Herren Politiker - kann's ja nun echt nicht gewesen sein!
:e_angry:
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: McClane am 23. Februar 2007, 12:32:59
Zitat
Original von Arparso
Zugegeben, auch mir missfällt die allgemeine Tendenz zu möglichst brutalen, gewaltätigen Spielprinzipien, in denen ein Menschenleben keinen Wert hat. Auch "Day of Defeat: Source" rechne ich dazu. Gewalt und Sex verkauft sich eben am besten, aber warum ist das eigentlich so? Und genau diese Frage möchte ich geklärt und beachtet haben und nicht irgendeine bescheuerte Initiative, die eigentlich nur staatliche Zensur fördert, Wirtschaftsschäden anrichtet und Millionen von unschuldigen Menschen (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) mit einem Schlag kriminalisiert und ganz nebenbei noch die elterliche Verantwortung komplett ignoriert und umgeht... DAS - meine Damen und Herren Politiker - kann's ja nun echt nicht gewesen sein!
:e_angry:


Einfache Antwort: Der überwältigende Teil dieser "Killerspiele" (allein schon der Begriff ist völliger Unsinn, da er z. B. auf DoD überhaupt nicht anwendbar ist. Definition Killer (in jedem guten Lexikon nachzulesen): "Killer ist eine aus dem Englischen entlehnte Bezeichnung für einen Auftragsmörder. Im Englischen bezeichnet „killer“ eine Person oder ein Tier, das tötet, oft gewohnheitsmäßig."
Schlußfolgerung auf DoD bezogen: Alle Soldaten sind Mörder - hatten wir nicht vor ein paar Jahren mal einen Mordsaufruhr deswegen, bei dem die Bundeswehr vehement das Gegenteil behauptet hat? Ei guug do, do gugg no: „Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreitung von Schriften (§ 11 Abs. 3) Soldaten in Beziehung auf ihren Dienst in einer Weise verunglimpft, die geeignet ist, das Ansehen der Bundeswehr oder ihrer Soldaten in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ (BT-Drs. 13/3971)) aus den USA kommt, wo hinsichtlich Gewaltdarstellung in allen Medien (Film, Spiel, usw.) eine andere Wertvorstellung herrscht als bei uns (was übrigens nicht erst seit gestern der Fall ist).
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Hawk am 23. Februar 2007, 12:40:47
das haben die sich aber wieder einmal wunderbar zurechtgeschnitten.


Das Erste sollten man umbenennen in Das Letzte  :rolleyes:

Ich frage mich wann sie mal über die Gewalt-, Vergewaltigungs- und Kriegsfilme im Fernsehen berichten.... oder ist das nicht ein Wiederaufleben von alten "Parolen" wenn in Band Of Brothers über die Krauts geflucht wird oder sich die Gedärme über den Strand verteilen, wo natürlich die Kamera erstmal schön draufhält...aber nee das ist ja keine Verharmlosung von Historie...das ist ein Antikriegsfilm, deswegen dürfen da ja auch Hakenkreuze und sonstige verbotene Symbole gezeigt werden, weils ja pädagogisch lehrreich ist.  :rolleyes:

als angehender Historiker finde ich da die populärwissenschaftlichen Dokus im Fernsehen teilweise viel schlimmer, weil gerade DIESE unsere Berufssparte verunglimpfen...wie etwa die Darstellung der Geschichte anhand nur einer Biographie oder das herunterrattern von zeitlichen Ereignissen. Dabei ist Geschichte eine Wissenschaft die sich mit dem breiten Spektrum einer Gegebenheit auseinandersetzt. Mit Kultur dem kompletten sozialen Umfeld um eben die Gefahr monokausaler Erklärungsversuche zu vermeiden. Und dann seh ich im Fernsehen ne Doku über "Hitler und die Juden" wo quasi sein alleiniger Hass verantwortlich für die Barbarrei gegen Juden und andere ethnische Gruppen ist.
aber kann man nichts machen....
die TV Lobby ist halt größer & machtvoller als ein paar hundertausend deutsche junge Gamer. und die einflussreichen Gaming-Schmieden wie Valve sind eh im Ausland und interessiert das nicht.
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Arparso am 23. Februar 2007, 12:46:33
@McClane:
Klar kommen die meisten aus den USA oder werden zumindest für den amerikanischen Markt produziert, aber das klärt ja die Frage trotzdem nicht: warum macht es so vielen Menschen trotz einer (vergleichsweise) aufgeklärten und rationalen Gesellschaft so viel Spaß, den virtuellen "Mörder" zu mimen, bzw. virtuelle Gewalt auszuleben? Klar kann man sowas wie DoD:S jetzt als eSport bezeichnen... ist eben wie Fußball, nur mit anderen Regeln und in anderer Verkleidung. Aber warum stört niemand diese WW2-Verkleidung? Lass doch mal Bayern München mit SS- und Wehrmachts-Uniformen aufmarschieren - wäre das immer noch so harmlos wie im virtuellen DoD:S?

Ich mach ja selbst munter in diesem System mit. Gears of War, Dead Rising, Day of Defeat und Call of Duty machen mir 'ne Menge Spaß... das heißt aber nicht, dass ich das wirklich harmlos finde. Ich frage mich halt, warum Gewalt und Brutalität eigentlich so einen hohen Stellenwert im globalen Entertainment-Markt genießen...

Egal, das geht jetzt für diesen Thread ohnehin viel zu weit. Die Sendung war hochgradig polemisch, faktisch oftmals einfach falsch und betreibt schon fast eine Hetzkampagne gegen Millionen Zocker, von denen der Löwenanteil wohl noch nie ernsthaft straffällig geworden ist - trotz "Killerspiel"-Konsums :rolleyes:
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Cob am 23. Februar 2007, 14:43:45
Also, mal rein von der psychologischen Seite.
Gewalt eine hohe Aufmerksamkeit vorallem von den Unbeteiligten. Warum? (Diese Tatsache ist auch ein Grund, warum der ARD-Beitrag in der Form gemacht wurde, damit er Aufmerksamkeit und Einschaltquoten bringt)
Gewalt in der Form wie sie im Film und Spiel gezeigt wird, führt niemand, der zur Konsumentengruppe gehört wirklich aus. Das heißt, dass was man auf der zwischenmenschlichen Basis nicht macht, machen kann, darf, sollte und will, kann man trotzdem "erleben" durch zuschauen bzw. spielen. Man ist sich immer im Klaren, zumindest wenn man nicht gerade im Bann eines hochgradig fesselnden Spiels/Films ist und somit die Umgebung umsich größtenteils ignoriert, dass es ein Spiel/Film ist und nicht die Realität. Gewalt als Unterhaltung gab es immer, klassisches Beispiel: Kolosseum bei den Römern (Hawk, kannst ja noch ein paar Beispiele herbeiführen)
Wir sollten froh sein, dass wir Film und Spiel als Medium für diese Unterhaltung haben und nicht Kämpfe auf Leben und Tot.

Bewusst verwende ich das Wort "Killerspiel" nicht, weil es Schwachsinn ist. Es gibt kein Spiel, in dem es das Spielziel ist, Menschen zu töten. Meist gehört es, leider, essentiel zur Handlung bzw. wird nur als einzigen Ausweg für den Protagonisten angeboten, dennoch ist es kein Spielziel. Und hier greift der Jugendschutz ein. Es macht theoretisch Spiele, die Gewalt als wesentlich Spielelement enthalten, nicht für entsprechende Altersklassen zugänglich. Praktisch müsste ihn die Verkäufer und die Eltern konsequent umsetzen. Vorschläge, wie eine deutlichere Markierung diese Spiele wären schon vernünftig, aber das erzieht trotzdem nicht die Eltern, die ihren Kindern keine Aufmerksamkeit in dieser Richtung schenken.

Zum Thema DOD:S: Für mich ist es ganz klar E-Sport, ich hab gar keine Zeit, mich an den vielen Blutlachen zu erfreuen, wenn ich das denn tun würde. Es gefällt mir wunderbar, mich mit anderen in Sachen Teamplay, Geschicklichkeit (Maus-Hand-Koordination) und Ausdauer zu messen. Das Spielprinzip und die Umgebung von DOD sind ziemlich gelungen. Der Hintergrund von dem Konflikt aus dem 2. Weltkrieg spiegelt sich im wesentlich in den Aussehen der Waffen- und Spielermodelle wieder und ermöglicht das Gameplay, was ich/wir bis jetzt so schätzen.

Das paradoxe, das der Mensch Gewalt als Unterhaltung schätzt bzw. viel Aufmerksamkeit zugesteht, führt unweigerlich zu maßlosen Übertreibung, wie sie in diesem Beitrag wiedereinmal zum Vorschein kommt.
Naja, Bildzeitungsniveau ist man ja schon von unseren Freunder der ZDF-Redaktion "Frontal 21" gewöhnt. Komischerweise bekommt man solche Berichte von den privaten Sendern, nicht gerade mal wieder ein Amoklauf war, nicht zu sehen. Es leben die konservativen alten Säcke, die solche Reportage in Auftrag geben!
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Hawk am 23. Februar 2007, 15:04:10
als Günther Beckstein auch noch  in der Reportage auftauchte, war für mich ohnehin schon die Absicht dieser Sendung klar  :D

nun ich würde nicht sagen, dass es überhaupt keine "Killerspiele" gibt im dem Sinne wie die Herren von ARD es darstellen....denke da nur an Postal wo es gilt in einer bestimmten Zeit soundsoviel Menschen zu töten dann gibts Bonus etc. oder wie man im Beitrag gesehen hat wie leute mit der Kettensäge zerhackstückelt werden; wohlbemerkt in nem 3d shooter mit wirklich realistischer Grafik (nicht GTA ich meine das andere).
Und bei diesen Game bin ich auch klar für ein Verbot...sowas Unnützes braucht die Welt wirklich nicht....aber das gleich generalisierend auf alle Pc Games, die in irgendeiner Art & Weise mit Waffen zu tun haben, zu übertragen ist einfach lausiger Journalismus und genau das regt die Meisten auf.
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Arparso am 23. Februar 2007, 15:36:31
Zitat
Original von Cob
Gewalt in der Form wie sie im Film und Spiel gezeigt wird, führt niemand, der zur Konsumentengruppe gehört wirklich aus. Das heißt, dass was man auf der zwischenmenschlichen Basis nicht macht, machen kann, darf, sollte und will, kann man trotzdem "erleben" durch zuschauen bzw. spielen.

Und ist das jetzt gut? Ich weiß nicht... mit der "Zivilisation" kann's ja nicht weit her sein, wenn insgeheim jeder mal Gewalt und Brutalität ausleben möchte. :rolleyes:

Zitat
Bewusst verwende ich das Wort "Killerspiel" nicht, weil es Schwachsinn ist. Es gibt kein Spiel, in dem es das Spielziel ist, Menschen zu töten.

Ohhhh, da kenne ich so einige. Z.B. die komplette Hitman-Serie, in der man im wortwörtlichen Sinne in die Rolle des "Killers" schlüpft. Klar, die Zielpersonen sind meistens irgendwelche Verbrecher, Drogenbarone oder korrupte Militärs, aber das macht die Sachlage des Auftragsmords nicht gerade moralisch unbedenklich. Oder auch Crackdown für die Xbox 360, wo es oberstes Spielziel ist, alle Gang-Bosse in der Stadt auszuschalten ... und damit ist nicht "verhaften" gemeint. Oder man nehme diverse Missionen in den GTA-Teilen als Beispiel.



Zitat
Meist gehört es, leider, essentiel zur Handlung bzw. wird nur als einzigen Ausweg für den Protagonisten angeboten, dennoch ist es kein Spielziel.

Das finde ich mehr oder weniger fast das Hauptproblem. In 99% aller Gewaltspiele geht es eben doch nur ums Töten: denn indem ich dem Spieler als einzige Lösungsmöglichkeit für ein gegebenes Problem (bzw. alle Probleme) das Töten der Widersacher anbiete, produziere ich doch im Grunde ein "Killerspiel" - auch wenn diese reißerische Bezeichnung eher ungünstig ist.

Zitat
Und hier greift der Jugendschutz ein. Es macht theoretisch Spiele, die Gewalt als wesentlich Spielelement enthalten, nicht für entsprechende Altersklassen zugänglich. Praktisch müsste ihn die Verkäufer und die Eltern konsequent umsetzen. Vorschläge, wie eine deutlichere Markierung diese Spiele wären schon vernünftig, aber das erzieht trotzdem nicht die Eltern, die ihren Kindern keine Aufmerksamkeit in dieser Richtung schenken.

Thema Jugendschutz: Ich verstehe nicht ganz diese Einstufungspolitik... ist ein Titel jugendgefährdend, erhält er das Prädikat "Nicht freigegeben nach §14 JuSchG" (oder so ähnlich) und bekommt damit praktisch das Ab18-Siegel. Ist ein Spiel jedoch in allerhöchstem Maße jugendgefährdend, dann wird eine Einstufung des Titels schlichtweg verweigert. Warum? Damit er dann anschließend noch indiziert werden kann? Warum gibts kein "hartes" Ab18-Siegel? Gerade diese besonders bedenklichen Titel sollten doch erst recht entsprechend eingestuft und gekennzeichnet werden! :irre:

@Hawk:
Das "Kettensägen-Spiel" ist, wenn ich mich nicht irre, "Doom III".

...

Wer fand eigentlich den Teil witzig, wo Bilder aus "GTA: San Andreas" mit inoffiziellem (!) Hot Coffee Mod gezeigt wurden, mit dem Ton: "Wer mehr Frauen vergewaltigt, gewinnt dieses Killerspiel" (bzw. so ähnlich). Und für so 'ne seriöse Berichterstattung zahlt der Bürger als GEZ ... a-ha!
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Cob am 23. Februar 2007, 15:54:22
Zitat
Original von Arparso
Ohhhh, da kenne ich so einige. Z.B. die komplette Hitman-Serie, in der man im wortwörtlichen Sinne in die Rolle des "Killers" schlüpft. Klar, die Zielpersonen sind meistens irgendwelche Verbrecher, Drogenbarone oder korrupte Militärs, aber das macht die Sachlage des Auftragsmords nicht gerade moralisch unbedenklich. Oder auch Crackdown für die Xbox 360, wo es oberstes Spielziel ist, alle Gang-Bosse in der Stadt auszuschalten ... und damit ist nicht "verhaften" gemeint. Oder man nehme diverse Missionen in den GTA-Teilen als Beispiel.

Naja, es ist eher ne Definitionssache, selbst in Hitman ist es nicht das Hauptziel, den Menschen nur um des Töten willen auszuschalten. Ich will das hier nicht verharmlosen, sondern eher den Begriff des "Killerspiels" entmachten, weil rein populistischer Natur ist und er eigentlich höchtens bei Hitman zutrifft, weil man dort wirklich einen Auftragsmörder spielt. Gewaltspiel klingt doch viel besser oder? :D

Zitat

Zitat
Meist gehört es, leider, essentiel zur Handlung bzw. wird nur als einzigen Ausweg für den Protagonisten angeboten, dennoch ist es kein Spielziel.

Das finde ich mehr oder weniger fast das Hauptproblem. In 99% aller Gewaltspiele geht es eben doch nur ums Töten: denn indem ich dem Spieler als einzige Lösungsmöglichkeit für ein gegebenes Problem (bzw. alle Probleme) das Töten der Widersacher anbiete, produziere ich doch im Grunde ein "Killerspiel" - auch wenn diese reißerische Bezeichnung eher ungünstig ist.

Dito

Zitat
Zitat
Und hier greift der Jugendschutz ein. Es macht theoretisch Spiele, die Gewalt als wesentlich Spielelement enthalten, nicht für entsprechende Altersklassen zugänglich. Praktisch müsste ihn die Verkäufer und die Eltern konsequent umsetzen. Vorschläge, wie eine deutlichere Markierung diese Spiele wären schon vernünftig, aber das erzieht trotzdem nicht die Eltern, die ihren Kindern keine Aufmerksamkeit in dieser Richtung schenken.

Thema Jugendschutz: Ich verstehe nicht ganz diese Einstufungspolitik... ist ein Titel jugendgefährdend, erhält er das Prädikat "Nicht freigegeben nach §14 JuSchG" (oder so ähnlich) und bekommt damit praktisch das Ab18-Siegel. Ist ein Spiel jedoch in allerhöchstem Maße jugendgefährdend, dann wird eine Einstufung des Titels schlichtweg verweigert. Warum? Damit er dann anschließend noch indiziert werden kann? Warum gibts kein "hartes" Ab18-Siegel? Gerade diese besonders bedenklichen Titel sollten doch erst recht entsprechend eingestuft und gekennzeichnet werden! :irre:

Wird die Einstufung verweigert, ist der Titel automatisch indiziert. Er ist trotzdem für Personen ab 18Jahren erhältlich, aber mit dem entscheidenden Unterschied, dass er nicht frei im Laden ausstehen oder beworben werden kann (was mit dem ab 18 Siegel möglich ist).

Zitat
Wer fand eigentlich den Teil witzig, wo Bilder aus "GTA: San Andreas" mit inoffiziellem (!) Hot Coffee Mod gezeigt wurden, mit dem Ton: "Wer mehr Frauen vergewaltigt, gewinnt dieses Killerspiel" (bzw. so ähnlich). Und für so 'ne seriöse Berichterstattung zahlt der Bürger als GEZ ... a-ha!

BILDung ist halt Standart geworden, leider...
Titel: TV-Tipp: Killerspiele bei Panorama
Beitrag von: Arparso am 23. Februar 2007, 23:39:07
Zitat
Original von Cob
Wird die Einstufung verweigert, ist der Titel automatisch indiziert. Er ist trotzdem für Personen ab 18Jahren erhältlich, aber mit dem entscheidenden Unterschied, dass er nicht frei im Laden ausstehen oder beworben werden kann (was mit dem ab 18 Siegel möglich ist).

Neee, soweit ist es noch nicht. Ein Titel ohne USK-Einstufung wird automatisch wie ein Spiel mit dem Ab18-Siegel behandelt... lediglich mit dem Unterschied, dass dieses Spiel nun auch indiziert werden kann - muss nur jemand den entsprechenden Antrag bei der BPjM stellen und diesem muss natürlich auch stattgegeben werden. ;)

Es gibt in Deutschland keine Kennzeichnungspflicht für Unterhaltungssoftware - wären nicht gekennzeichnete Titel demnach automatisch indiziert, würde das ja durch die harten Restriktionen der Indizierung den fairen Wettbewerb behindern.

Praktisch bedeutet das eben aber auch oft, dass die großen Kaufhäuser (Saturn, Media Markt) einen Bogen um solche potentiellen Indizierungskandidaten machen, weil sie die im Indizierungsfall nicht mehr loswerden würden.


PS: Ganz konkret finde ich diese Nichtkennzeichnungspolitik von besonders "schlimmen" Videospielen enorm lästig, wenn es um Xbox360 Spiele geht - Microsoft vertritt hier die Politik, dass ein Spiel, welches für dieses Land keine Alterskennzeichnung erhalten hat, dort auch nicht in den Handel gebracht werden darf. Microsoft kann ich dabei keinen Vorwurf machen, denn die respektieren einfach nur die jeweils etablierten Jugendschutzsysteme der Länder - nur behindert das mich als erwachsenen Spieler dabei, an solche Titel heranzukommen, obwohl sie teilweise noch nicht mal indiziert worden sind.


PPS: Gegen den von manchen geäußerten Vorschlag mit dem Verschieben jugendgefährdender Titel in die z.B. in Videotheken übliche "Porno-Ecke" hätte ich übrigens nichts einzuwenden... nur richtet wohl kein Elektrohändler wie Saturn oder Media Markt eine separierte Ecke nur für Gewaltspiele ein - damit wären die Bezugsmöglichkeiten für solche Spiele mal wieder eingeschränkt :(