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Battlefield 3 mit Spyware

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Guthwulf:
Is schon klar, dass sich die Firmen ein Wettrennen darum liefern, Datenschutz mit den Füssen zu treten und möglichst viele Daten ihrer Kunden geschäftsfördernd zu sammeln bzw. einzusetzen.

EA ist mit Origin aber ganz vorne dabei. Einige der Klauseln sind schon eine Nummer härter als z.B. Steams vergleichsweise harmlose Privacy Policy. Besonders erstaunlich finde ich die selbst eingeräumten umfassenden Rechte für die Ausspähung des gesamten Computers auch außerhalb der EA-Produkte und die Klauseln, die die Nutzer bei der Durchsetzung ihrer Rechte hindern sollen (z.B. der Ausschluss deutschen Rechts). Das ist nicht mehr im "üblichen" Rahmen.

Stahl:
Die Diskussion laeuft schon ein bisschen, hatte das in einem Forum verfolgt und verfolge es auch noch. Der Programmcode von Origin ermöglicht, dass es deinen Rechner durchforsten kann, aber Origin kann es wohl (noch) nicht. Aber stimmt schon Origin ist ganz vorne mit dabei. Wie würde man allerdings eine Lösung aussehen? Trotz der schlechten Amazonbewertung ist das Ding wie viele Millionenmal verkauft worden? Und wenn jetzt auch noch Saints Row 3 und andere Titel darüber veröffentlicht werden, wirds noch mehr.

Wirkt auf mich mehr als 'ne Allround-Klausel, die alle Möglichkeiten offenhalten soll. Kann man nur hoffen, dass sie es nicht umsetzen.

€dit: Grad gelesen, dass Amazon wohl die Einsternbewertungen löscht oder löschen lässt durch EA... müsste man mal beobachten. Falls jemand Lust hat:

Hier der Link: http://www.amazon.de/EA-Battlefield-3-Limited-Edition/dp/B004M17DVM/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1319836641&sr=8-1

1-Sterne: 1042 28.10.2011 23:19 Uhr

Noch ein Nachtrag: Gibt eine Protestseite auf Facebook (Ironie :D) Mit Prozessmonitor mal den Netzwerktraffic von Origin protokolliert. Wenns kein Fake ist, Harter Tobak:

http://www.facebook.com/Origin.NEIN.Danke/posts/299463906733269

Arparso:
Bitte aber auch beachten, dass EA inzwischen die EULA angepasst hat und der Gamestar-Artikel auf einer veralteten Version basiert. (Origin EULA)

Ein paar der wichtigeren Änderungen:

>> Die Erfassung beschränkt sich "nur" noch auf Origin selbst sowie Hard- und Software und deren Nutzung - "Medien" sind rausgefallen

>> Der Weiterverkauf oder die unerlaubte Weitergabe der Daten an Dritte wird ausdrücklich ausgeschlossen

>> Die Passage bzgl. der Überwachung und eventuellen Veröffentlichung der Chat-Nachrichten ist komplett gestrichen

Was das in EAs "Privacy Policy" erwähnte Erfassen von IP-Adressen, Benutzernamen, usw. angeht, muss man natürlich bedenken, dass dies nicht Origin-spezifisch, sondern allgemein für EA gültig ist, also etwa auch für etwaige Multiplayerspiele. Das bei deren Betrieb natürlich IP-Adressen und dergleichen aufgezeichnet werden, ist wohl eher normal - das war selbst beim alten Halflife schon so, nur dass dort dein Multiplayerzugang lediglich an den CD-Key gekoppelt war und nicht an ein Benutzerkonto mit z.B. hinterlegten Daten bzgl. Geschlecht, Postleitzahl und dergleichen. Wer schon mal einen vergleichbaren Mehrspielerdienst wie etwa Xbox bzw. Games For Windows Live, Playstation Network oder auch Steam oder dergleichen genutzt hat, der gibt dort jederzeit vergleichbare Daten preis.

Die Kritik an derartiger Daten-Sammelwut ist sicherlich berechtigt und wenn der aktuelle "Skandal" rund um EA und Origin nun dazu beiträgt, solche Praktiken zumindest in Deutschland zu unterbinden, dann ist das auf jeden Fall begrüßenswert... aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die Sache künstlich aufgeblasen wird - viele Leute werden schon unwissentlich vergleichbaren EULAs zugestimmt haben, ohne dass es Spiegel Online je einen Artikel auf der Startseite wert war. ;)

@Stahl:
Übel, das Bild. Bin mir zwar relativ sicher, dass Origin da keine verwertbaren Daten ausliest, sondern eher z.B. gerade geöffnete Dateien auf Signaturen bekannter Hacks, Cheats, Cracks oder Emulatoren überprüft, aber wirklich Vertrauen schafft das nicht, um es mal höflich zu formulieren. Wobei natürlich noch die Frage offen bleibt, ob das nur lokal ausgewertet wird oder ob und wenn ja, welche Daten da an EAs Server übermittelt werden.

Übrigens unternimmt Punkbuster ähnliche Anstrengungen und scannt munter fröhlich deinen Rechner bzw. aktive Programme. :(

Hawk:
im EA Forum gehts auch schon rund:
http://forum.ea.com/de/posts/list/420/810010.page   :D

Nach so einem Skandal.... bin mal gespannt welchen Einfluss das auf die Skimmingstrategie von EA haben wird (Stahl & Ich haben uns vor ein paar Tagen noch darüber unterhalten), vermutlich wird es immernoch Leute geben, die sich nicht davon beirren lassen. Aber naja, vielleicht geht EA ja runter mit dem Preis.

Guthwulf:

--- Zitat von: Arparso am 29. Oktober 2011, 03:23:45 ---Bitte aber auch beachten, dass EA inzwischen die EULA angepasst hat (...)

>> Die Erfassung beschränkt sich "nur" noch auf Origin selbst sowie Hard- und Software und deren Nutzung - "Medien" sind rausgefallen
--- Ende Zitat ---
Mein Prozessmonitor sagt mir was anderes ... da wird munter weiter gescannt ...


--- Zitat von: Arparso am 29. Oktober 2011, 03:23:45 ---aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die Sache künstlich aufgeblasen wird - viele Leute werden schon unwissentlich vergleichbaren EULAs zugestimmt haben, ohne dass es Spiegel Online je einen Artikel auf der Startseite wert war. ;)
--- Ende Zitat ---
Künstlich aufgeblasen ist die falsche Wortwahl. Es ist richtig, dass die Leute (mich eingeschlossen) bestimmt schon diverse EULAs "akzeptiert" haben, die letztendlich jeden Kontrollverlust über die eigenen digitalen Daten nach sich ziehen und nicht so viel besser wie die Origin EULA sind. Das macht die Tatsache an sich aber keinen Deut besser. "Fair" wäre es, bei der Gelegenheit auch all die anderen Datenschutzverletzungen mal ans Licht zu zerren und sich nicht auf Origin zu beschränken (wobei Firmen mit solchen Geschäftspraktiken haben sich nicht unbedingt eine faire Behandlung verdient).

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