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Faces of War - Demo

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Arparso:
"Schon wieder ein taktisches Strategiespiel im zweiten Weltkrieg? Mir haben doch schon Sudden Strike, Codename Panzers, Blitzkrieg und Konsorten voll und ganz gereicht!"

... das mag wohl der eine oder andere denken, wenn ich jetzt anfange, von UbiSofts "Faces of War" zu erzählen. Dass das Spiel meiner Meinung nach aber trotzdem einen Blick wert ist und eigentlich mehr mit Jagged Alliance, Commandos oder anderen Taktikspielen gemein hat als mit den oben genannten Vertretern des Strategie-Genres, will ich an dieser Stelle kurz erklären.

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Keine 500 Soldaten, sondern genau 6!

Ja, richtig gelesen. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über ein einzelnes Squad von 6 Soldaten, komplett mit Scharfschützen, MG-Schützen, Bazooka-Schützen usw. ... jeder von den Männern hat ein eigenes Inventar und kann mit Waffen, Munition und anderen Ausrüstungsgegenständen versehen werden. Keine epischen Massenschlachten mit anonymen Pixelmännchen á la Sudden Strike also.

Deckung, kriechen, Geschütz bemannen  

Die fleißigen Soldaten verfügen dabei über das übliche, umfangreiche Arsenal taktischer Möglichkeiten: stehen, ducken, kriechen, Deckung hinter Mauern ausnutzen, in Gebüschen verstecken, Granaten werfen, Bazooka benutzen, Flaks und Paks besetzen und gegen feindliche Kräfte einsetzen, usw.



Starke KI

Ähnlich wie "Company of Heroes" das machen will, verfügen auch die Soldaten in "Faces of War" über ein gewisses Eigenleben. Eure Soldaten werden einigermaßen selbständig Deckung suchen und das Feuer erwidern oder geeignete Waffen einsetzen. Ihr braucht euch also keine Sorgen zu machen, dass eure Mannen untätig herumstehen, wenn ihr sie nicht bei jedem Schritt überwacht.

Auch der Gegner ist gerissener als gewöhnlich. Schon in der Demo zeigte er sich erstaunlich mobil, hat oft Stellungen gewechselt, gezielt stationäre Geschütze und MGs eingenommen und gegen mich einzusetzen versucht. Hier hat man es also scheinbar nicht mit dem Typ Gegner zu tun, der sorglos stehen bleibt, wenn neben ihm der Kamerad tot umfällt oder der sich in aller Ruhe ohne Gegenwehr flankieren lässt.

Selbst ist der Mann  

Wer seinen Soldaten nicht vertraut, kann auch selbst Hand anlegen. Im "Manual Mode" steuert man nicht mehr den normalen Mauszeiger, sondern das Fadenkreuz des gerade selektierten Soldaten - mit den Pfeiltasten lässt sich dieser dann sogar noch bewegen. Dieser Modus ist in hektischen Schlachten vielleicht nicht ganz so sinnvoll, aber für gezielte Schüsse mit dem Sniper oder prächtige Salven mit dem MG ist das genau das richtige.

Alles ist kaputtbar

Wer hasst es nicht auch, dass vielerorts selbst die dicksten Geschütze und stärksten Bomben den Level gänzlich unberührt lassen!? Bei "Faces of War" ist hingegen so ziemlich die gesamte Levelarchitektur zerstörbar. Dabei können erschreckend genau bestimmte Wände eingerissen und Deckungen vernichtet werden. Trümmer fliegen außerdem physikalisch korrekt durch die Gegend. Es sieht schon fetzig aus, wenn mein MG-Schütze vor dem anrückenden Feind durch ein Haus flüchtet, welches Sekunden später nur noch zur Hälfte steht, weil mehrere Raketen und Panzergranaten eingeschlagen sind.

Schicke Grafik  

Die Optik von "Faces of War" kann sich ebenso sehen lassen. Detaillierte 3D-Modelle mit hochauflösenden Texturen und schicken Animationen erfreuen das Auge. Wenn sich das hohe Gras im Wind wiegt, während anderswo ein Bazooka-Geschoss vorbeizischt und Trümmerteile in hohem Bogen durch die Luft fliegen, dann sieht das einfach schick aus. Auch benutzt "Faces of War" einen (regelbaren) Bloom-Effekt, ähnlich dem aus "Brothers in Arms" oder vielen anderen modernen Shootern. Ist zwar nicht so weit entwickelt wie das Dod:S-HDR, sieht aber trotzdem sehr schick aus. Wer Bloom nicht mag, kann's natürlich auch ausstellen.

Und was bietet die Demo

In der Demo gibt es zwei Singleplayer-Maps zum Probespielen. In beiden geht es dabei ganz schön zur Sache und man fühlt sich ein wenig wie in "Call of Duty" oder "Brothers in Arms" - nur halt in der Vogelperspektive. Ständig kommen Gegner angestürmt und verwickeln den Spieler in Gefechte. Gerade die zweite Map ist eigentlich nur eine große, ausgedehnte Schlacht.

Beide Maps sind außerdem im "Demo"-Modus spielbar, wobei man dann einfach der CPU zuguckt, wie sie die Mission durchspielt. Da kann man sich dann ein paar Tricks und Kniffe abgucken, wenn man selbst nicht durch die Mission gekommen ist.

Ich muss allerdings zugeben, dass mir die Steuerung noch etwas Probleme bereitet. Die Kontrolle über das eigene Squad, die Kamerasteuerung und dann vielleicht noch der manuelle Modus sind bei den überaus heftigen Schusswechseln in den Demo-Missionen gar nicht so leicht zu meistern.

Trotzdem kann ich den (gar nicht mal so großen) Demo-Download jedem Taktik-Fan empfehlen, selbst wenn dieser vom WW2-Genre eigentlich schon genug hat. "Faces of War" ist eben einfach anders als die Konkurrenz und lohnt daher für ein Probespiel.

Arparso:
Hui, das Spiel gefällt mir immer besser. Da kann man auch mal ein bisschen rumexperimentieren :D

Hab mir eben in der ersten Demo-Mission gleich zu Anfang den Panzerwagen der Deutschen geklaut. Bevor die Wachen begriffen hatten, was vor sich geht, saß mein Schütze auch schon drin und hat mit dem MG ein paar Salven Tod verteilt. :D

Dann bin ich im "Manual Mode" selbst ein bisschen über die Karte gebrettert, wobei ich dann leider ein bisschen zu weit abseits gefahren bin und so die Aufmerksamkeit diverser Truppentransporter und Panzer auf mich gezogen hatte. Während des darauf folgenden, irrwitzigen Gefechts hab ich so ziemlich alles über den Haufen gefahren, was im Weg stand. Bäume, Häuser, Nazis... :D

Ein Beispiel:



Hier sieht man auch schon den Detailgrad der Zerstörbarkeit aller Objekte: Das Haus ist genau dort eingebrochen, wo ich auch mit dem Wagen durchgebrettert bin - der Rest steht halt noch so rum.

/edit:

Dasselbe Haus, anderer Durchfahrtswinkel :devil:

Egrimm van Horstmann:
Ganz schön robuster Waagen ... ?

Arparso:
Naja, Panzerwagen halt. Gut, zugegeben... es wirkt auf mich auch etwas zu leicht, durch Häuser zu fahren (Panzer ok, aber sonst...!?)... aber wirklich kenn ich mich damit auch nicht aus, also "who knows" ;)

Auf jeden Fall muss ich gestehen, dass ich gerade mit dem Gedanken spiele, mir das Game zuzulegen. Eigentlich war meine WW2-Strategie-Lust immer noch mit Codename Panzers Phase One gedeckt, aber Faces of War ist einfach ... mhhh ... besser. Schickere Grafik, forderndere, dynamischere Gefechte, eine tolle KI und dieser "Manual Mode" ist nicht nur richtig praktisch, sondern macht auch verdammt viel Spaß. Da die eigenen Soldaten relativ selbständig agieren (und auch recht viel auszuhalten scheinen), ist es tatsächlich kein Problem, einfach mal in die Rolle des Bazooka-Schützen zu schlüpfen und ein paar verschanzte Deutsche aus ihren Häusern schießen. (oder natürlich Panzer zu sprengen)

Auch sehr cool ist die Möglichkeit, feindliche Waffen und Ausrüstungsteile aufzuheben... sehr praktisch, wenn das eigene Gewehr leer ist und grad ein MG-42 in Reichweite liegt... natürlich muss man dann noch schnell die dazu gehörige Leiche suchen, um ein paar Munitionskästen abzustauben, aber dann kanns losgehen mit fiesem Deckungsfeuer :D

Überhaupt gefallen mir die vielen, kleinen Details. Geschosse, die an Wänden und Hindernissen abprallen, die ganzen herumfliegenden Trümmerteile oder auch die Tatsache, dass meine Soldaten die Waffe fallenlassen, wenn sie von einer Explosion von den Füßen gehoben werden. Auch cooles Schmankerl sind immer die herumfliegenden Helme der Soldaten, die bei Faces of War auch echte Schutzwirkung haben. Habe für ein feindliches MG 5 Schüsse mit dem Sniper gebraucht, weil meine Kugeln immer an seinem Helm abgeprallt sind und er aber ziemlich gut in Deckung stand.

Solche Details und solchen Realismus vermisse ich einfach in anderen Strategietiteln...

PS: Was mich allerdings nervt, ist, dass die Dächer der Häuser nie ausgeblendet werden, wenn man sie betritt, weshalb es praktisch unmöglich ist, sich sinnvoll in einem Haus zu bewegen. Innen ans Fenster stellen geht noch ganz gut, aber alles andere... nicht mehr. :(

Arparso:
Eine kleine Demonstration meiner Zerstörungswut:

Arp sucht Widerstandsnester

Hier sieht man sehr schön die komplett zerstörbare Umgebung und den Einsatz der Physikengine. Auch gut sichtbar: Details wie Einschusslöcher und weggesprengte Fenster oder Wände, die erst während des Gefechts entstanden sind (vorher war das Haus intakt) - leicht erkennbar z.B. an dem ehemaligen Fenster am linken Haus zu Beginn des Videos.


So ein Glückspilz aber auch!

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